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Rückblicke 2022

Weitere Termine für 2022 finden Sie unter Aktuelles

Headerbild: Neulingen-Bauschlott, Fachwerkhäuser mit Inschriften, Am Anger, 2018
Foto: Ewald Freiburger, Nußbaum

 

 Veranstaltungen | Exkursionen


18. Juni 2022 | Besuch der Bad Rappenauer Saline – eine HitzewanderungRBL 2022 06 Tretrad

RBL 2022 06 BohrturmDer bisher heißeste Tag des Jahres! Erich Schuh, der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Bad Rappenau hatte Mühe, das kleine Häuflein Unentwegter, das trotzdem gekommen war, aus dem Schatten vor der Gradierwand auf den Rundweg durch das Kur- und Salinengelände zu locken. Ob es um die erste Solebohrung, den Start des Kurbetriebs oder die zahllosen versteckten Messpunkte ging, mit denen jedes Absacken des Geländes kontrolliert wird, eine Information und eine Sehens­würdigkeit folgte der anderen. Dann ging es durch die erhaltenen Teile der Landesgartenschau 2008 zurück zum eigentlichen Salinengelände mit dem Bohrturm und dem alten Tretrad. Selten tat ein gespendetes Glas Sprudel so gut – nochmals herzlichen Dank! Zum Abschluss ließ Herr Schuh es sich nicht nehmen, anhand von Bohrkernen und Materialien aus einer Baugrube ausführlich auf die Geologie des Neckargrabens einzugehen. (Bericht Alfred Götz)


RBL 2022 04 web21. Mai 2022  |  Stadtmuseum im Schweizer Hof  |  Besuch Ausstellung Walheide Wittmer.

Linda Obhof führte die Besucher vom Heimatverein Kraichgau und dem Verein Stadt- und Regionalgeschichte Bretten durch das Stadtmuseum im Schweizer Hof. Neben dem Schutzengelmuseum beherbergt es noch bis zum Oktober die Ausstellung „Walheide Wittmer“. Eine äußerst interessante Ausstellung, die von Linda Obhof und Team mit viel Liebe zum Detail aufgebaut wurde.

Eine Brettener Künstlerin der Klassischen Moderne

lautet der Untertitel der Ausstellungseinladung. Verträumte Figuren in zarten Landschaften, schlafende Frauen und spielende Kinder sind die häufigsten Motive, die sich im Werk der 1894 in Bretten geborenen Künstlerin wiederfinden. Das frühe 20. Jahrhundert mit der erstmaligen Möglichkeit auch für Frauen als Künstlerinnen ausgebildet zu werden und die politischen Umbrüche der Jahre zwischen der Weimarer Republik und der Herrschaft der Nationalsozialisten, prägten die Kunst Walheide Wittmers.
Diese Ausstellung ist eine Hommage an eine außergewöhnliche Frau, die ihre vorgegebenen bürgerlichen Pfade verließ, um ihren persönlichen Weg in der Kunst zu verwirklichen. – so steht es auf der Rückseite der Karte. Es ist beeindruckend, das Lebens der Künstlerin zu verfolgen, ihr Wechsel in den Kunststilen nachzuvollziehen, die eng mit den einzelnen Lebenssituationen zusammenhängen. Dank der aufwändigen und gründlichen Recherchearbeit von Linda Obhof wurde erstmals Werke und Vita von Wittmer zusammengetragen. Fazit: Ein Besuch der Ausstellung ist wärmstens zu empfehlen – so die einhellige Meinung der Führungsteilnehmer.

Für den anschließenden Gedankenaustausch über „Probleme der Heimatarbeit im 21. Jahrhundert“ bot sich natürlich das Restaurant Schweizer Hof Bretten an. Auch wenn dabei keine Patentlösung erarbeitet werden konnte, bot der Austausch doch einige Denkanstöße und Impulse.

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 RBL 2022 04 web30. April 2022  |  Heimatverein Kraichgau  |  Besuch in Zaisenhausen.

Hartmut Hensgen, der Ende letzten Jahres eine zweite, wesentlich überarbeitete Ausgabe seines Heimatbuches herausgebracht hat, hat die Besucher nicht nur durch den 991 (ausnahmsweise nicht im Lorscher Codex sondern dem Codex Edelini des Klosters Weißenburg) erstmals genannten Ort geführt, sondern den Besuchern auch die von dem Weinbrenner-Schüler Heinrich Hübsch entworfene Kirche nahegebracht.
Treffpunkt: Bahnhof Zaisenhausen ab 14:00 Uhr

Hätte … hätte …Fahrradkette!RBL 2022 04a web

Hätten die Brettener Nachrichten unsere Einladung zu einem Rundgang  durch Zaisenhausen abgedruckt (wie es offenbar nur die Sinsheimer Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung tat) und hätte es nicht den ganzen Vormittag geregnet, Hartmut Hensgen und die junge Zaisenhäuser Bürgermeisterin Wöhrle hätten sicher mehr als neun Unverzagte, aus der direkten Nachbarschaft Gochsheim und Bretten bis zu Bad Dürkheim, zur ersten Nach- (oder vielleicht besser: Seit-) Corona-Veranstaltung des Heimatvereins Kraichgau begrüßen können. Aber da wenigstens der Himmel ein Einsehen hatte und es pünktlich zum Beginn der Führung aufhörte zu regnen, wurde es ein lohnender Nachmittag in der laut Bürgermeisterin „kleinsten Gemeinde des Kraichgaus“. Unser Mitglied Hartmut Hensgen, der Ende letzten Jahres eine farbenprächtige erweiterte Auflage seiner Ortschronik verfasst hat, erläuterte eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit nach der nächsten: Zuerst natürlich der von Weinbrennerschüler Heinrich Hübsch erbaute „Dom des Kraichgaus“ mit dem großen Kruzifix sowie den beiden alten Buntglasfenstern und der neu gestaltete Festplatz, dann das wohl einzige Rathaus, bei dem sich der Esel (Uzname des Dorfes) vor und nicht im Gebäude befindet, die alte Volksschule, in der das „arme Dorfschulmeisterlein“ Sauter bis zu seiner Zwangspensionierung mit 75 Jahren unterrichtete, das (jetzt leer stehende) Pfarrhaus, in dem einmal der pazifistische Pfarrer Erwin Eckert wohnte, um nur einige der markantesten zu nennen. Den Abschluss bildete ein Pavillon mit Erinnerungen an die Glanzzeit des Dorfes, als es wegen seiner Schwefelquellen sogar als Bad Zaysenhausen berühmt war und u.a. ein im Ebersteinschen Schloss Gochsheim residierender württembergischer Herzog sich davon (leider erfolglos) Heilung seiner „Engbrüstigkeit“ erhoffte. Ein gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr! (Bericht Alfred Götz)


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