Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtete am 25.03.2009

Heimatverein Kraichgau schaute sich das historische Erbe im Burgdorf genauer an - Barockkirche ist ein besonderes Schmuckstück

Bei so vielen Schätzen wird's eng im Museum

Neidenstein, (gg) Eine Exkursion des Heimatvereins Kraichgau führte in den nördlichen Kraichgau, nach Neidenstein. Empfangen wurden die Gäste von Thomas Uhl, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins, am Eingang zur barocken evangelischen Kirche. Die beherbergt im Innenraum und auch an der Außenwand zum Kirchhof, bedeutende Grabdenkmäler der Freiherren von Venningen, der reichsritterschaftlichen Grundherrschaft, die einstmals auch in anderen Orten des Kraichgaus reich begüterten waren. Gerade die barocke Statue des Eberhard von Venningen aus der Hilsbacher Linie im Kirchenraum, bei dem sich sakrale und profane Kunst nicht mehr voneinander trennen lassen und die ein Werk des bedeutenden Bildhauers Heinrich Charrasky ist, fand vor einiger Zeit auch das Interesse des Kurpfälzischen Museum in Heidelberg. Für die inzwischen dort angelaufene Ausstellung über „Heidelberg im Barock", zum Wiederaufbau der Stadt nach 1693, wurde diese Statue im Auftrag des kurpfälzischen Museum vergangenen Herbst fotografiert und ist jetzt in der Ausstellung zu sehen.

Außer dem Grabdenkmal in der Neidensteiner Kirche stammt noch die Herkulesstatue auf dem Herkulesbrunnen von ihm und die Skulptur an der Fassade des Palais Venningen in der Hauptstraße in Heidelberg.

Erfreulich war, dass auf Grund des RNZ-Berichts auch einige Interessierte aus Neidenstein und aus Nachbargemeinden gekommen waren, um über die Kirchengeschichte von Hilde Wick und die Grabdenkmäler von Gabriele Grab zu hören und anschließend auch selbst genauer zu betrachten.

Trotz engem Terminkalender war auch Bürgermeister Reichert gekommen, um die Gäste willkommen zu heißen und über das Burgdorf zu informieren.

Nach der Kirchenbesichtigung ging es auf einem kleinen Rundgang durch den alten Ortskern hinauf zum Vorhof der Burganlage ins Museum. Da die Räumlichkeiten doch sehr dicht mit Exponaten ausgefüllt sind, erläuterte Hilde Wick die Museumsschätze vor der Eingangstüre.

Ziemlich spät war es geworden, doch es gibt eben im Burgdorf Neidenstein, dessen Burganlage Heimatvereinschef Bernd Röcker als eine der schönsten und besterhaltensten Burgen des Kraichgaus rühmte, viel zu besichtigen und darüber zu informieren.

 

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