Die Brettener Woche berichtete am Mittwoch 18. März 2015

 

„Genealogie macht Geschichte verständlich“

Arbeitskreis des Heimatvereins hatte zu Treffen nach Flehingen eingeladen

 

OBERDERDINGEN-FLEHINGEN. Auf Einladung des Arbeitskreises Genealogie im Heimatverein Kraichgau trafen sich mehr als ein Dutzend Genealogen in Flehingen, um Erfahrungen auszutauschen und sich über die Nutzung der für die Familienforschung im Kraichgau wichtigen Quellen zu unterhalten. Dabei kamen die meisten Teilnehmer aus dem Raum Bretten und Eppingen.

Die meisten Familienforscher wollen wissen wer die eigenen Vorfahren waren, aber es gibt auch ganz andere Ansätze. So hat ein Teilnehmer in der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Genealogie erzählt, dass er weltweit alle Namensvarianten der „Feßenbeck“ erforschen würde. Sie stammten wohl alle aus Zaisenhausen, und er habe sie bis ins 14. Jahrhundert zurück verfolgen können. Auch kenne er einen Schultheißen Feßenbeck aus Derdingen aus dieser frühen Zeit. Dieser habe einen Streit zwischen Zaisenhausen und Ochsenbach schlichten helfen.

Ohne Genealogie kann man „Geschichte“ nicht verstehen. Das wurde sehr deutlich. Wanderungsbewegungen, ob sie nun erzwungen waren wie die Salzburger Exulanten, oder die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Siedlungsgebieten der Deutschen im Osten, hinterlassen Spuren in der Namenslandschaft eines Ortes. Im Kraichgau gibt es viele Hinweise auf Bevölkerungsverschiebungen in Kriegs- und Notzeiten. Insofern leisten Hobbyforscher „Zuarbeit“ für Historiker.

Man wird die Kontakte in diesem Kreis weiter pflegen. Auch Nichtmitglieder des Heimatvereins sind bei diesen Treffen willkommen.

Die nächste Zusammenkunft ist für den 8. April, erneut im Flehhinger Bahnhof, geplant. Dabei wird es ebenfalls um Quellen, vornehmlich im Internet, gehen.

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